Gmeiner-Rezis

Sonntag, 14. Juni 2009

Marcus Imbsweiler: Schlussakt

Marcus Imbsweiler: Schlussakt



Broschiert: 467 Seiten
Verlag: Gmeiner; Auflage: 1 (Juli 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899777816
ISBN-13: 978-3899777819

Inhalt:
Mord im Heidelberger Stadttheater: Während einer Opernaufführung wird die Garderobiere Annette Nierzwa erwürgt. Man findet sie im Zimmer von Bernd Nagel, dem Geschäftsführer des Philharmonischen Orchesters, der ihr Geliebter war.
Daraufhin betrauen gleich zwei Personen den Privatdetektiv Max Koller mit Nachforschungen: der Journalist Marc Covet, der alles daran setzt, seinen Freund Nagel zu entlasten und die betuchte Opernliebhaberin Elke von Wonnegut, die sich um den Ruf Heidelbergs als Musikstadt sorgt.
Die Indizien sprechen gegen Nagel: Er hat kein Alibi, die Beziehung zu Annette war nicht frei von Konflikten. Aber ist dem zögerlich-glatten Geschäftsführer ein Mord zuzutrauen?
Koller lässt nicht locker. Er will diesen Fall lösen, und er wird ihn lösen!

Meine Meinung
Sehr schlichtes, dunkelfarbiges Cover mit festen Einband des Gmeiner Verlages
Es ist der zweiter Teil um den Heidelberger Privatdetektiv Max Koller. Wie auch der erste Teil in der Ichform geschrieben, mit trockenem, zynischem Humor, leichte Lektüre mit anspruchsvollem Kriminalfall verbunden mit detailgetreuem Lokalklorit

Man wird gleich mit dem ersten Satz in die Geschichte gezogen und langweilt sich nicht eine Minute, während man „als“ Max Koller mit den Tücken, der Technik, des Wetters und so manch Loalität zu Arbeitgebern und Freunden kämpft.
Das Thema Mord im Theater, was ja schon oft in einen Kriminalfall verpackt wurde, hat gerade durch den Schauplatz Heidelberg einen tollen Reiz ausgeübt. Denn das Theater liegt unweit von meinem ehemaligen Arbeitsplatz entfernt und ich bin beinahe täglich daran vorabeigelaufen
Ganze 467 Seiten knobbelt, radelt und redet man sich bei diesem wahren Wälzer unter den Gmeinerkrimis zur Auflösung, die wie auch bei bei dem ersten Teil dieser Reihe nicht ganz einfach ist, sonder schon so seine Verwirrungen und Ansprüche hat
Der dritte Teil kommt nun zum Herbst im Verlag unter dem Titel: Altstadtfest raus. Ich freue mcih schon sehr darauf.

Note 2

Ella Danz: Kochwut

Ella Danz: Kochwut


Broschiert: 326 Seiten
Verlag: Gmeiner;
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899777972
ISBN-13: 978-3899777970



Inhalt:
Ein Toter im Kühlraum auf Gut Güldenbrook in Holstein, ein ge-nialer, aber arroganter Fernsehkoch, sein zerstrittenes Team, sich maßlos überschätzende Kandidaten und ein paar halbwüchsige Kocheleven halten den Lübecker Kommissar und Gourmet Georg Angermüller auf Trab. Es gibt viele Verdächtige, aber noch keine heiße Spur, als plötzlich der Kochstar spurlos verschwindet ...

Meine Meinung:
Der Verlag hat sich seit letztem Herbst für ein neues Outfit seiner Cover entschieden. Die Bücher sind nun etwas größer, farbiger. Mir gefällt es sehr gut, wie z.B. bei diesem Cover das Bild eines Kartoffelpickers ist das Bild sehr passend und einprägsam und auch sehr auffällig.
Jedoch ist mit dem neuen neuen Aussehen und auch der Preis verändert worden. Er ist nun auch „größer“ und um drei Euro teurer wie vorher. Nun kostet ein Taschenbuch 11,90 und ist damit erheblich teuer, wie ein Taschenbuch aus anderen Verlagen.
Die Bindung der Bücher ist ebenso stabil wie eh und je, aber nicht mehr ganz so straf und so kann man das Buch nun auch mit einer Hand aufgeschlagen halten ohne nach wenigen Minuten einen krampf in der Hand zu bekommen oder gar das Buch mit zwei Händen halten zu müssen. Das finde ich toll.

So, nun zum Inhalt.
Der aktuelle Krimi ist inzwischen der 4. Teil um den Lübecker Kommissar Georg Angermüller. Da er ein Gourmet und ein leidenschaftlicher Hobbykoch ist, ist der aktuelle Fall für ihn nicht nur ein Fall, sondern er kommt auch mit einem bekannten Sternekoch zusammen und darf ihm in die Töpfe schauen…
Auch diesem Band fehlt mir, das was mir beim allersten Band dieser Reihe (Osterfeuer) so gut gefallen hat – die Atmosphäre. Klar ist jeder Fall in jedem Buch anders, aber das drumherum ist inzwischen stagniert und langweilte mich dann doch sehr beim Lesen, nämlich die Eheprobleme des Kommissars. Weil immer was anderes dazwischen kommt und man keine Zeit für einander hat, schafft es das Paar nicht seine Probleme zu lösen und diese werden mit jedem Band neu präsentiert.
Trotz dieser Kritik, ist mir George Angermüller ans Herz gewachsen und ich finde jeden Fall mit ihm, wie ein Zusammentreffen mit einem alten Freund, immer wieder schön.
Schön wie aber bei jedem der Bände auch hier die vielen köstlichen Rezepte zum Nachkochen im Anhang des Buches.

Note 2-

Dienstag, 10. März 2009

Frank Kurella: Das Pergament des Todes

Frank Kurella: Das Pergament des Todes


Broschiert: 229 Seiten
Verlag: Gmeiner; Auflage: 2 (Juli 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899777220
ISBN-13: 978-3899777222

Inhalt
Neuss im November 1284. Das Volk sehnt sich nach den Zeiten zurück, in denen Kaiser Friedrich II. das Reich mit gerechter Hand führte, als der tot geglaubte Herrscher in dem rheinischen Städtchen Einzug hält. Ausgerechnet an diesem Freudentag findet der kleine Taschendieb Marcus seinen Freund und Weggefährten Jonas mit gebrochenem Genick in einem Weinkeller auf. Was steckt hinter dem feigen Mord? Trachtet man auch ihm nach dem Leben? Auf der Suche nach Antworten wird Marcus allmählich klar, dass nicht nur er sich in größter Gefahr befindet.



Meine Meinung
Das Buch ist finde ich schön aufgemacht über den Gmeiner Verlag mit passenden Lesezeichen, allerdings mit 220 Seiten recht dünn für einen historisches Buch.
Man schlüpft beim Lesen in die Rollen aller Beteiligter und weiß daher über alles Bescheid, was einen Teil der Spannung erzeugt.
Das Buch beginnt mit dem Prolog, der die Sage über Kaiser Friedrichs vorgetäuschtem Tod erzählt, auf dessen Sage die Handlung des Buches basiert. Der Prolog ist sehr sachlich und geschichtlich geschrieben
Mit Anfang des 1. Kapitels wird der Schreibstil doch erzählend und somit flüssiger zu lesen.
Die Geschichte fügt sich für meinen Geschmack zu leicht zusammen, es passt alles zu glatt und wirkt daher zu kontruiert und man ahnt schon wie sich alles entwickelt.
Die beteiligten Personen ist sind lebendig und schillernd erzählt, Marcus den „Held“ dieses Band schließt man sofort ins Herz, über den Tod seines Freundes verliert man ein paar Tränen, den gemütlichen Wirt findet man einfach nur klasse, seiner Frau könnte man den Hals umdrehen, der Schafhirte ist einfach ein hilfsbereiter Einsiedler, der im richtigen Moment da ist.
Trotz daß die Story ziemlich vorhersehbar ist, ist sie spannend und atmosphärisch geschrieben und die 220 Seiten viel zu schnell durchgelesen und man kommt wehmütig an die letzten Seiten und möchte am liebsten gleich zu nächsten Teil greifen.
Diesen gibt es auch Gott sei Dank seit Februar 2009 unter dem Titel: Der Kodex des Bösen

Note 1-2

Montag, 2. März 2009

Marcus Imbsweiler: Bergfriedhof

Marcus Imbsweiler: Bergfriedhof


Broschiert: 419 Seiten
Verlag: Gmeiner; Auflage: 2 (Juli 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899777425
ISBN-13: 978-3899777420

Inhalt
Der Heidelberger Bergfriedhof. Auf dem Grab eines Kriegsopfers liegt eine Leiche. Privatdetektiv Max Koller steht vor einem Rätsel. Sein geheimnisvoller Auftraggeber, der ihn mitten in der Nacht an diesen Ort beordert hat, will ihn plötzlich mit allen Mitteln von weiteren Nachforschungen abhalten. Und auch der Tote ist am nächsten Morgen spurlos verschwunden. Die Neugier des Ermittlers ist geweckt. Kollers Spur führt in die Heidelberger High Society. Und allmählich wird ihm klar, dass sein Gegenspieler viel mehr zu verbergen hat, als nur eine Leiche.


Meine Meinung
Der 1. Teil um Privatdetektiv Max Koller .
Das Buch ist aus der Sicht von ihm geschrieben und beim Lesen hatte ich im Klaus-Theo Gärtner als Matula von Ein Fall für zwei vor Augen.
Der Einstieg ist etwas rätselhaft, weist aber gleich die Stimmung auf, die sich während des ganzen Buches vorherrscht, irgendwie ein acionreicher, Prügelreicher, humorvoller Unterhaltungsroman
Viele verschiedene Abenteuer, verzwickte Situation erlebt Max, während er verzweifelt versucht den Fall zu lösen, dabei braucht er zwar das Geld, was ihm der Fall einbringt, ist jedoch genauso sehr an der Wahrheit interessiert.
Max, genau wie sein Freund sind humorvoll und lebendig beschreiben, wie Figuren aus dem wahren Leben und besonders sympatisch und realistisch macht Max's Eigenschaft des Fahrradfahrens und der diversen Fahrräder mit denen er duch Heidelberg rast.
Wer Heidelberg kennt, wird sich schnell zurechtfinden denn es sind viele markante Punkte zu lesen.

Die Geschichte entdröselt sich so nach und nach, hat aber doch den eine oder anderen Hänger, der aber durch sehr lockere und humorvolle Schreibweise gut überlesbar ist.

Die Auflösung ist wirr und fast hatte ich am Ende des Buches den Eindruck einen Knoten im Gehirn zu haben, so verzwickt und verwirrend kam mir das Ende vor und das Motiv etwas zu sehr konstruiert.

Trotz allem gebe ich dem Buch die
Note: 2
denn alles in allem hatte ich schon Spaß an der Geschichte und mochte Max sehr gerne.

Band 2 "Schlußakt" befindet sich auch schon in meinem SUB.

Dienstag, 16. September 2008

A. Thadewaldt & C. Bauer: Blutblume

A. Thadewaldt & C. Bauer: Blutblume

Broschiert: 374 Seiten
Verlag: Gmeiner; Auflage: 1 (Juli 2007)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899777417
ISBN-13: 978-3899777413

Inhalt
Der Gärtner ist immer der Mörder - dumm nur, wenn alle Verdächtigen Gärtner sind ... In der Regentonne seiner Itzehoer Kleingartenparzelle wird Peter Winkler mit eingeschlagenem Schädel gefunden. Die bereits mit Maden übersäte Leiche wurde offensichtlich mit enormer Gewalt dort hineingepresst. Für Hauptkommissar Frithjof Arndt und sein Team beginnt eine wahre Puzzelarbeit. Es scheint, als hätte jeder, der Peter Winkler näher kannte, einen Grund gehabt ihn umzubringen.

Meine Meinung
Der zweite Teil um Hauptkommissar Frithof Arndt.
Er war zwar nicht ganz so raffiniert, wie der erst Teil "Kreuzkönig", sondern eher als Locked-Room Krimi gehalten, d.h. es gibt eine feste Anzahl an Verdächtigen und man kann als Leser sehr gut mitraten und nach Motiven suchen.
Obwohl diese Art von Krimis mir die liebsten sind und eine Skizze der angelegten Gartenparzellen einen guten Überblick verschafft, hatte ich ein Problem damit die vielen Namen und möglichen Motive auseinander zu halten.
Vielleicht liegt es aber auch daran, daß die Motive bei alle ähnlich sind, denn der Tote hatte gewaltig mit Dreck geworfen!
Er hatte über jeden anderen Kleingartenbesitzer für sich eine Akte angelegt und sammelte darin dessen "schmutzige Wäsche" um denjenigen damit unter Druck zu setzen.
Der Tote war daher auch überall unbeliebt, aber langt dies als Motiv??
Die Frage läßt sich nur beantworten, in dem man diesen Krimi liest!
Der Krimi wird lebendig, durch viele realistische Polizeikollegen und sympatische Charakteren und besonders über das Leben von Fritjhof Arndt erfährt man mehr. Schade, daß er nicht mein Nachbar ist ,...


Note 2-

Mittwoch, 19. März 2008

Christian Gude: Binärcode

Christian Gude: Binärcode


Verlag: Gmeiner
EJ: 2008
ISBN-10: 389977762X
ISBN-13: 978-3899777628
TB//279 S.// € 9,90

Inhalt:
Hauptkommissar Karl Rünz gerät auf einer Brachfläche im Norden Darmstadts in einen Hinterhalt. Ein Unbekannter fällt einem Scharfschützen zum Opfer, und beinahe hätte es auch ihn erwischt. Kaum aus dem Krankenhaus entlassen, steht Rünz vor zwei existenziellen Fragen: "Werde ich wirklich mit Nordic Walking anfangen?" und "Wer hat diesen dicken Italiener ermordet?" Und dann ist da noch dieses rätselhafte, verschlüsselte Signal, auf das er sich keinen Reim machen kann.

Der Verlag über das Buch
Rünz-Fälle sind anders. Ironisch, zynisch, politisch unkorrekt. Sie vereinen präzise wissenschaftliche Recherche mit Sprachwitz. "Binärcode" ist eine faszinierende Reise durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Mit einem Reiseleiter, den man eigentlich nur lieben oder hassen kann.

Meine Meinung
Ich kann bei mich Karl Rünz nicht zwischen lieben und hassen unterscheiden.
Ich nehme mal zwei Szenen aus diesem Buch:
Seine Frau hatte eine Nachbarin versprochen auf ihren 5 Jährigen Sohn aufzupassen.
Nun hatte die Frau den Termin vergessen, aber die Nachbarin brachte den Sohn trotz allem:
"Nun höre4n Sie, das geht nicht, meien Frau ist nicht da. Ich weiß nicht, was Sie mit ihr ausgemacht haben, aber ..."
"Es geht doch nur um ein paar MInuten, Ihre Frau hat das ganz sicher nicht vergessen und wird jeden Moment kommen."
[...]
"Außerdem kenne Sie coh meinen kleinen Oskar," sie streichelte dem kleinen Oskar über den Kopf.
[..]
"Also gut, komm rein", knurrte er
Die Nachbarin gab Oskar einen Kuss, schob ihn über die Schwelle, bedankte und verabschiedete sich. Rünz schloss dei Tür hinter ihr, darauf bedacht, ausreichend Sicherheitsabstand zu dem kleinen Infektionsherd zu halten.
"Am besten bleibst du da erstma stehen."
Oskar blieb stehen, [...]
Rünz suchte hektisch nach dem Telefon und wählte die Mobilnummer seiner Frau - Mailbox. Er sprach ihr einen wütenden Kommentar drauf, legte das Gerät beiseite und schaute den Kleinen an. War er nicht etwas blass um die Nase?
"Ist dir...", Rünz zögerte, als könnte es wahr werden weil er es aussprach, " ...schlecht?" "Musst du auf's Klo?"
Oskar schwieg und schüttelte den Kopf
"Weillst Du was trinken oder essen?"
Oksar schüttelte den Kopf
"Ist auch besser so, sonst musst du noch aufs Klo", sagte Rünz zustimmens.

Eine Weile standen die beiden schweigend im Flur, der Erwachsene dacht nach, das Kind schaute ihm dabei zu.
Dann hatte Rünz die rettende Idee. Oskar hatte keinen Durst, musste nicht auf die Toilette, schien psychisch ausgeglichen - er würde ihn einfach hier stehen lasse und in sien Arbeitszimmer gehen, seine Frau würde sich später umd en kleinen kümmern [...]
"MAma hat gesagt, du bist Polizist!"
[...]
Rünz studierte beim Frühstück, die Wissenschaftsseite der "FAZ" und [...]
Weiter kam er nicht.
"Ein bisschen gebastelt" hast Du mit Oskar, wirklich spitze.
Hast Du keine Angst gehabt, dich anzustecken?
"Nö"
[...]
"Ich habe eben mit der NAchbarin gesprochen. Oskar konnte im Kindergarten seiner Mäusegruppe ziemlich genau erklären wie man eine 480er Ruger demontiert, reinigt, wieder zusammenbaut, lädt und entsichert. Und dass man damir einem Grizzly die Schädeldecke spalten kann, wenn man aus unter drei Metern Entfernung draufhält"
"Hättest ja Blindekuh mit ihm spielen können, wenn due die Vereinbarung nicht verbaselt hättest," knurrte er abwesend.
"Ich fand, er war ganz aufgeschlossen und interessiert in aktiven Selbstschutzmaßnahmen."
"Aktive Selbstschutzmaßnahmen. Na klar, so aufgeschlossen, dasss du ihm danach noch diese Chuck-Norris-Scheiß vorgeführt hast."
"Du hast mir die DVD doch geschenkt! Außerdem - jetzt komm mal runter, als ob das Horrerfilme wären. Ist doch einfach nur ein texanischer Polizist, der ein bisschen für Ruhe und Ordnung sorgt, nichts weiter. [...]


"Du eknnst doch doch Klaus 'neu Freundin"
"Hm", brummte er,
"Die hat doch eine Katzenpension."
"Was du nicht sagst."
"Setit ein paar Wochen hat sei so eine totaaaaal süße kleine Siamensin, die Besitzerin hat sie einfach nicht mehr abgeholt!"
"Einschläfern"
"Ich dachte, du wärst gegen die Todesstrafe"
"Nicht die Besitzerin, ich meine die KAtze.
[...]
"Blümchen heit sie , ist total verschmust", sagte sei schließlich
Blümchen. Das war nun wirklich unterste Psychoschublade[...]
"Wollen wir uns Blümchen am WE nicht mal anschauen?", fragte sie
"Klar können wir machen", sagte Rünz,"Ich schau mir ganz geren mal Vierbeiner im Tierheim an. Ich mag das Gefühl, da wieder rauszugehen und die kleinen Kackmaschinen einfach dazulassen!"
"ICH WILL EINE KATZE!"
Rünz legte eine Vollbremsung hin und kam auf dem STandstreifen der Rheinstraße zum Stehen
"Weißt Du, was das bedeutet? Ein Katzenklo! In unserere Wohnung! Da können wir ja gleich Campingurlaub auf der Kläranlage machen!"
Sie schwieg eine Minute, dann presste sie die Lippen zusammen, ihr Brustkorb begann zu beben. Die höchste Eskalationsstufe war ereicht, sie setzte die furchtbarste Vergeltungswaffe ein, die Fraun in heterosexuellen Partnerschaften zur Verfügung stand - die Tränen.

"Naja, vielleicht könnte ich mich ja mit dem Gedanken anfreunden. Unter einer Bedingung!"
"Was für eine Bedinung?"
"Blümchen gefällt mir nicht. Ich darf einen neuen Namen aussuchen."
"Woran hast Du gedacht?"
"An MUSCHI"
Zehn SEkunden Stille.
"DAs ist nicht Dein Ernst"
"WArum nicht, ist doch ein ganz normaler Katzenname.
"Also "Muschi" ist definitiv kein ganz normaler Katzenname.
"Ach und warum nihct? In Bessungen hieß früher jede zweite KAtze Muschi."
"Du weißt ganz genau, warum das nicht geht."
"Erklär's mir!"
"Weil dieser Name im Laufe der Zeit eine Bedeutungsänderung erfahren hat."
"Bedeutungsänderung hin oder her, entweder sie heißt Muschi oder wir haben keine Katze.
[...]
(bei der Paartherapie)
"Herr Rünz, was meinen Sie, wie ist es für ihre Frau, wenn Sie ihr sagen, dass sie auf keinen Fall eine Katze haben wollen?
Er war in Gedanken noch beim Rosetta-Ballett und hatte alle Mühe sich zu konzentrieren.
"Warum fragen Sie sie nicht, da muss sie doch viel besser wissen?"
"WEil ich Sie dazu bewegen möchte, sich in der Frage in Ihre Frau hineinzuversetzen.
"hm,tjaaaaaaaaa...."
Er dehnte, ds "tja" bis zur Schmerzgrenze, um Zeit zu gewinnen.
"ich denke, es kränkt meine Frau. Dabei mache ich mir doch nur Sorgen um unsere Ehe. Eine Katze, passt einfach nicht in unsere Beziehung, sie würde irgendwie zwischen uns stehen"
Ein geniale Volte. Er hatte die beiden mit ihren eigenen Waffen geschlagen.
"können Sie sich vorstellen, daß diese Katze auch symbolisch Bedeutung hat, vielleicht für etwas andere stehen könnte, was kleines lebendiges, eine Bedrohung für ihre Partnerschaft?"
"Sie meinen....?"
Die Therapeutin riss ihre Scheinwerfer auf und strahlte ihm aufmunternd an,, [...]
"ja?"
"Sie meinen vielleicht..."
"Ja genau, sprechen Sie es doch einfach nur aus!"
"...einen Hund?"

Diese schon so typischen Szenen für das Eheleben von Rünz und seiner Frau waren kleine Verschnaupspausen für den doch sehr anspruchsvollen und schwierigen zweiten Band um Kommissar Rünz.
Er ist mit vielen vielen technischen Begriffen und Erklärungen gespickt, daß mir oft der Kopf schwierte.

Ärgerlich fand ich, daß alle diese technischen Erklärungen nicht wirklich ausschlaggebend für die Lösung des Falles waren.
Das Ende und auch die Auflösung des Falles kommt auf den letzten 2-3 Seiten und kam dann doch wie eine Erleuchtung für den Kommissar, als daß er sich großartig angestrengt hätte, das Rätsel zu lösen.

Ich war leider sehr enttäuscht von dem Buch und wenn es nicht gerade um die Ecke von meinem Arbeitsplatz spielen würde und Rünz nicht so ein "ignoranter wie zynischer Misanthrope" wäre würde ich die Bücher nicht lesen.

Note 3-4

Gruß SilkeS.

Dienstag, 29. Januar 2008

Ella Danz: Steilufer

Ella Danz: Steilufer
Verlag: Gmeiner
EJ:2007
ISBN-10 3899777077
ISBN-13 978-3899777079
TB 375 S.

Inhalt
An einem verregneten Sommertag wird in der Lübecker Bucht ein Toter gefunden. Sein Gesicht ist vollkommen zerstört - die Identifizierung ist zunächst unmöglich. Nicht weit vom Fundort entfernt wird der Pâtissier eines Feinschmeckerrestaurants, ein junger Algerier, vermisst. Der Fall scheint klar, denn auch das Motiv ist schnell gefunden: Rassismus. Tatverdächtig ist eine Clique Neonazis. Anna Floric, die Chefin des Restaurants, bekommt es mit der Angst zu tun. Viele ihrer Mitarbeiter stammen aus Nordafrika. Ihre größte Sorge jedoch gilt Lionel, ihrem zwölfjährigen Sohn. Als die Ermittlungen sich immer zäher gestalten und auch noch dunkle Wolken über seinem Privatleben aufziehen, droht Kommissar Georg Angermüller seine Seelenruhe und die allseits bekannte Vorliebe für gutes Essen zu verlieren ...


Meine Meinung
Der 2. Teil um Hauptkommissar Angermüller.

Das Buch enthält sehr viel Atmosphäre und viel lecker klingendes Essen.
Die Rezepte dafür sind im Anhang beigefügt.

In dem Buch, welche mit realistisch dargestellten Charakter geschrieben ist, schafft es die Autorin den Leser ziemlich lang in die falsche Richtung zu locken und zu leiten.
Für den Leser ist der Schuldige schnell gefunden, jedoch macht der Fall eine plötzlich einen Schwenk und alles ist möglich. Ein Überraschende Wendung mit recht spät präsentierten Details geben dem Fall eine ganz neue Richtung.

Mir war das Ende etwas zu drastisch abgwandt von dem Motiv und der Spur die die Autorin während des Krimis auslegt, aber trotz allem ist die Auflösung durchaus stimmig.

Besonders gut haben mir auch die Ortbeschreibungen gefallen, bei denen ich meist den Eindruck hatte, das Meer zu riechen, die Wellen zu hören und den Ausblick geniessen zu können!


Note 2

Montag, 28. Mai 2007

Christian Gude: Mosquito

Autor: Christian Gude
Titel: Mosquito
Verlag: Gmeiner
EJ:2007
ISBN: 978-3-89977-712-3
TB//€ 9,90// 322 S.

Inhalt:
Sporttaucher finden im »Großen Woog«, dem über 400 Jahre alten Gewässer am Rande der Darmstädter Innenstadt, die Überreste eines Mannes. Untersuchungen des Rechtsmedizinischen Institutes in Frankfurt ergeben, dass die Leiche schon mehrere Jahrzehnte im See gelegen hat. Der einzige Hinweis, der zu der Identität des Toten führen könnte, ist eine seltsam gravierte Metallmünze, die er um den Hals trägt. Hauptkommissar Karl Rünz begibt sich auf Spurensuche. Seine Ermittlungen führen ihn zurück in den September 1944, als Darmstadt Ziel eines verheerenden Angriffs britischer Mosquito-Kampfflugzeuge wurde.


Meine Meinung
Der Debütkrimi von Christian Gude ist beendet.
Wie erwartet war sehr solide und klassisch gehalten,

Beeindruckend waren die irren vielen Informationen über Darmstadt, den Großen Woog und die Geschichte von Karl Wolfskehl, die mit veränderten Namen eine große Rolle in diesem Buch spielen.

Die Charakter, die Herr Gude in seinen Roman einbaut sind nicht sind gewöhnlich, sondern voller Macken und sehr schillernd, so hat die Hauptperson Hauptkommissar Karl Rünz Angst vor dem Erbrechen und lebt deswegen mit etwas eigenartigen Essgewohnheiten.
Außerdem führen er und seine Frau zwar eine Ehe, allerding sind eheliche Pflichten oder Gefühle bei dieser Verbindungen kaum vorhanden.

Rünz Schwager, ebenfalls bei der Polizei, kommt immer wieder mit neuen verrückten Ideen, für Dinge, die sie zusammen entwickeln und sich patentieren lassen sollten.

Fazit
Für mich haben die Personen das Buch ausgemacht und nicht die kriminologische Handlung

Note 3

Zusatzinfo
Autorenlesung von Christian Gude

Rezi aus Darmstädter Echo 18.10.07

Freitag, 4. Mai 2007

Monika Buttler: Herzraub

Autor: Monika Buttler:
Titel: Herzraub

Verlag:Gmeiner
EJ: 2004
ISBN: 3-89977-614-3
TB // 276 S. // € 9,90

Inhalt
In einem Hamburger Stadtwald wird die Leiche der berühmten Schauspielerin Celia Osswald gefunden. Man hat ihr das vor kurzem implantierte Herz herausgeschnitten. Wer hat der Frau das Herz geraubt?
Für Kommissar Werner Danzik beginnt eine nervenaufreibende Suche nach dem Täter: im privaten Umfeld der Schauspielerin, in der Hamburger „Transplantationsszene“, im Kreis der Spenderfamilien.
Ein Medizinkrimi, der sich dem Thema „Organspende“ so beängstigend authentisch nähert, dass er an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten ist.

Note: 1,5

Meine Meinung
Der erste Teil um Kommissar Werner Danzik und seinen Kollegen Torsten Tüngel.

Inhaltlich hat es mir natürlich durch die Thematik an Tess Gerritsen: Kalte Herzen erinnert, wenn auch die Autorin es nicht schafft den Spannungsboden einer Bestsellerautorin aufzubauen.

Trotz allem liest sich das Buch sehr flüssig, die Personen sind alle schillernd charakterisiert und man geht gerne mit den Kommissaren Werner Danzik und seinem Kollegen Torsten Tügel auf Verbrecherjagd.

Die Auflösung des Falles, ist, die Autorin ihren Kommissar selbst sagen läßt " a, die übliche Kiste. Unschön, aber nicht spektakulär"

Das Buch endet mit einer beginnenden Liebesbeziehung zwischen dem Kommissar und einer sehr sympatischen Journalisten (in der ich meine die Autorin zu entdecken) , die hoffentlich im nächsten Band Abendfrieden weitergeführt wird.


Gruß SilkeS.

Samstag, 24. März 2007

Hans Lebek: Karteileichen



Autor: Hans Lebek
Titel: Karteileichen
Verlag: Gmeiner
EJ: 2006
ISBN: 3899776739
978-3899776737
TB // 325 S. // € 9,90

Inhalt:
Hauptkommissar Michael Schlosser wird zur Birthler-Behörde in Berlin gerufen. Ein Mitarbeiter der Behörde, Martin Steiner, wurde ermordet aufgefunden – zerquetscht zwischen den schweren Regalen des Archivs. Schlosser ist verblüfft, dass dieser Mord von den Überwachungskameras aufgezeichnet wurde, noch mehr überrascht ihn aber die Tatsache, dass der unscheinbare Archivar ein lupenreines Doppelleben geführt hatte …

Note1-2

Meine Meinung:
Der zweite Band um Hauptkommissar Schlosser.
Er hat mir wieder sehr gut gefallen, wenn ich auch überrascht darüber war, daß hier auch der Golfplatz der Hauptteil des Buches einnahm.
Wenn der erste Teil „Todesschläger“ schon sehr viel Golfer-Deutsch enthielt, so war dem ganzen in diesem Band nochmal die Spitze aufgesetzt.
Ich, die kein Golf spielt und daher auch von vielen Golfbegriffen keine Ahnung habe, stand doch mehr als einmal vor einem Rätsel, um was es sich denn bei diesem Fachbegriff mal wieder handelt.
Alles in allem war es mir auch ingesamt viel zu viel Golf, Gehabe um den Golf CLUB und daß es eben ein CLUB und kein VEREIN sei...
Trotz allem war es in diesem Band wieder schön, die schon vom ersten Teil bekannten und sympatischen Hauptprotagonisten, Hauptkommissar Schlosser, Spitzname „Hinkebein“ oder „Schnüffler“ und auch den hageren Hauptkommissar Genko zu treffen.

Sehr gut hat mir die Auflösung gefallen. Sie ist nach dem Schema von Hercule Poirot gemacht, der Mord wird durchgespielt um danach den Mörder zu entlarven.
Das Mordmotiv ist jedoch etwas herkömmlich und nicht ganz nachzuvollziehen, was aber duch die sehr schöne Mörderüberführung ausgeglichen wird.

Fazit
Toller klassischer Krimi im Golfer-Milieu, jedoch hat mir ein Anhang mit Golf-Fachbegriff-Erklärungen gefehlt!

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